Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Der Besuch unserer Museen und Ausstellungen ist nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Besucher:innen die das 16. Lebensjahr vollendet haben, bitten wir ihre Identität mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises nachzuweisen.

Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung, sowie zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt.

Wir empfehlen Ihnen, zu anderen Besucher:innenn und Museumsmitarbeiter:innen weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht mehr.

Bitte befolgen Sie weiterhin die bekannten, vor Ort nochmals ausgeschilderten Hygienevorschriften.

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  • Der Kühlturm, das letzte Andenken vom Werk, Abriss 2009
  • Die Kokerei ist eines der Herzstücke des Hochofenbetriebs
  • Damals Kokerei - heute Logistikunternehmen
  • Hafen früher
  • Hafen heute: Lehmann-Kai Nr. 3
  • Werk vom Fähranleger auf der Schlutuper Seite in den 1950er Jahren
  • Blick von Schlutup auf das Gelände heute - Schifffahrt Könemann ist auch schon Geschichte

Erinnerung und Neuanfang

Das Hochofenwerksgelände wie es war  - wie es ist

12.05.2019 bis 22.09.2019

Die Anzahl der Menschen, die das Hochofenwerk noch erlebten oder dort arbeiteten, in der Umgebung wohnten oder sonst einen Bezug zum Betrieb haben, wird immer geringer. Dagegen nimmt zwangsläufig der Anteil jüngerer Menschen beständig zu. Diesen ist das Thema Industrialisierung nur aus Schulbüchern bekannt, da es Bestandteil des Schulunterrichts ist. Die Erfahrungen und Kenntnisse der älteren Generationen bleiben ihnen weitgehend  verschlossen. Damit verbunden ist der Verlust von grundlegendem Wissen über Technik und Handwerk. Das alles trägt dazu bei, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann, unter welchen schweren und gesundheitsschädigenden Bedingen über Jahrzehnte gearbeitet werden musste.
Das Werksgelände beheimatete ca. zwanzig Werkseinheiten, in denen zu Spitzenzeiten ca. 2.800 bis zu 3.000 Menschen in Lohn und Brot standen. Heute sind dort bislang 32 größere und kleinere Betriebsstätten aus Handel, Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen durch Verkauf von Gewerbeflächen angesiedelt worden.

In der Ausstellung werden alte Fotoaufnahmen von Werkseinrichtungen mit Aufnahmen von heutigen Ansichtigen gegenübergestellt. Verschiedene Pläne zeigen die Vielfalt und die Größe des Hochofenwerks. Heute gibt kaum noch Relikte aus dieser Zeit. Eine Chronik stellt die Entwicklung des Werkes dar von der Gründung über den Niedergang des Werkes. Die Fragen nach dem Warum werden mit den wichtigsten Informationen beantwortet.
Die einzelnen Werkseinheiten des ehemaligen Hochofenwerkes Lübeck sind im wesentlichen beschrieben. Dem gegenüber gestellt ist die jeweilige heutige Nutzung.

Ein besonderes Augenmerk gilt der angrenzenden „Schlackenhalde“, der Deponie des Werkes, mit einer Betrachtung der heutigen Nutzung der Schlackenhalde als Naherholungsgebiet „Metallhüttenpark“.

Aus Anlass der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V. ein Buch mit dem gleichnamigen Titel herausgegeben, dieses ist im Industriemuseum erhältlich.

Dank gilt der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses Projekt hätte nicht realisiert werden können, ebenso dem Fotografen Jürgen Blenk, Groß Grönau, der ehrenamtlich die fotografischen Arbeiten übernommen hat.

Ausstellungsmacherin Helga Martens, Vorsitzende des Verein für Industrie- und Arbeiterkultur e.V.