Workshops zur Ausstellung “Vertrieben - Verloren - Verteilt"

Für Schulklassen und Kurse bieten wir folgende Workshops an:

1. Vor Pöppendorf - die Flucht (Klassenstufen 8 aufwärts):

Grundlage des Workshops ist eine Aufsatzsammlung, die um 1950 ein Lehrer der Rangenberg-Schule die Schülerinnen einer Mädchenklasse schreiben ließ. Geschildert werden die Fluchtgeschichten der Kinder von ihrem Heimatort bis zur Ankunft in Lübeck. Die Schüler*innen erschließen sich in der Auseinandersetzung mit diese Aufsatzsammlung Fragen, wie: Wie wird die Flucht geschildert? Gibt es einschneidende Ereignisse? Was haben die Aufsätze gemeinsam/ was unterscheidet sie?
Anhand einzelner Zeitzeugenberichte kann auch ein Vergleich mit Schilderung Erwachsener angestellt werden.

 2. Nach Pöppendorf – Ein neuer Ort (Klassenstufen 8 aufwärts):

Grundlage des Workshops sind schriftliche Zeugnisse verschiedenster Art, mit denen unterschiedliche Perspektiven, etwa der Vertriebenen, Einheimischen, der Stadt Lübeck, des Landes SH, der britischen Militärregierung, beleuchtet werden. Hauptthema sind Konflikte im Umkreis der Flüchtlingsthematik, die mit den Schüler*innen herausgearbeitet und in verschiedene Kategorien wie Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Arbeit, Wohnen, Kriminalität u.ä. eingeordnet werden.
Im Weiteren können Verbindungen zwischen den einzelnen Konflikten in den verschiedenen Kategorien herausgearbeitet werden und die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Gruppierungen dargestellt werden. Probleme und Lösungen der Flüchtlingsthematik und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen heute und damals können so aufgezeigt und diskutiert werden.

3. Eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (Oberstufe):

In diesem Workshop machen sich die Schüler*innen mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Fach Geschichte vertraut. Zunächst erhalten die Schüler*innen einen Überblick über das Thema der Vertreibungen aus Ostpreußen und Pommern nach dem 2. Weltkrieg und eine Einführung in das Thema der Ausstellung. Anschließend lernen sie die Technik der Quellenkritik und das Erstellen einer Forschungsfrage kennen. Ebenso wird das Thema der Quellenkritik besprochen. Im Gespräch sollen danach Forschungsfragen entwickelt werden, die die Schüler*innen mit Hilfe der in der Ausstellung bereitgestellten Quellen und Texttafeln beantworten. Im Fokus steht dabei auch das kritische Hinterfragen der Materialien.


Je nach Alter und Interessen der Schulklasse bzw. des Kurses werden mit den Lehrkräften die Themen und die Dauer des Workshops abgesprochen.

Dauer: 2-3 Stunden; alle Workshops können auch zu einem Projekttag erweitert werden. 

Kosten: Führung 45€, Workshops 40€/h

Bei inhaltlichen Fragen und zu Absprachen wenden Sie sich bitte an:

Klaus Senkbeil, Hanse-Schule für Wirtschaft und Verwaltung Lübeck
Tel: 0451-12287400 oder klaus. senkbeil@hanse-schule.de

oder

Christian Rathmer, M.A.
Tel: 0160 - 96 72 42 25
Mail: rathmers@beyersdorf.com

oder 

Lea Märtens, B.A.
Mail: lea_maertens@gmx.de