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SO | 27.01.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Leben in der Werkssiedlung - damals und heute
Leben in der Werkssiedlung  - damals und heute
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Seit der Gründung des Hochofenwerkes 1905 in Herrenwyk  wurden gleich zum Anfang in der bevölkerungsschwachen Region hunderte von Arbeitskräften benötigt, die das Werk aufbauen sollten. Das Anwerben von Menschen war das eine, das andere war die Schaffung von neuem Wohnraum, um diese Menschen adäquat unterbringen zu können. So entstand die Werkssiedlung, wie es diese mit seinem geschlossenen Erscheinungsbild nicht mehr allzu häufig gibt.

Wie haben die Menschen damals in den relativ kleinen Häusern  mit  bis zu 15 Kindern gelebt und gewohnt? Wie wurden sie versorgt, wie konnten die großen Familien die notwendigen Lebensmitteln beschaffen? Allein die sanitären Bedingungen sind für heutige Verhältnisse nicht mehr recht vorstellbar.  

Nach hundert Jahren leben in dieser Siedlung, in diesen Häusern weiterhin Familien. Zum Glück unter ganz anderen Bedingungen als damals. Was machen die Unterschiede von gestern und heute aus? Was ist anders geworden?

Während der Führung mit Helga Martens, Vorsitzende des Fördervereins,  wird versucht  auf diese Fragen Antworten zu finden. 


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SO | 03.02.2019 | 10:30 - 16:00 Uhr
Workshop
Man muss das Eisen schmieden, solange es heiss ist.
Man muss das Eisen schmieden, solange es heiss ist.
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Die alte Schmiede wird wieder aktiviert.  Das glühende Eisen wird mit starken Hämmern auf dem Amboss in die gewünschte Form gebracht. Man nennt es auch „spanloses Druckumformen von Metall“.  Dieses älteste Handwerk wird auch Freiformschmieden genannt.

Achtung Neuerung:

Unsere Schmiedeworkshops erfreuen sich großer Beliebtheit. Damit wir garantieren können, dass auch jeder wirklich den Schmiedehammer in die Hand bekommt, haben wir den Workshop in mehrere Mini-Workshops eingeteilt. Die Dauer eines Mini-Workshops beträgt 30 Minuten.

Hier kann man sich selbst ausprobieren und kleine Stücke herstellen, wie Pflanzstäbe, Haken, Schlüsselanhänger, Messer oder Schraubenzieher, um nur einige zu nennen. Wer schon einige Fertigkeiten entwickelt hat, kann sich mit oder ohne Unterstützung durch unseren Schmied, auch an schwierigere Werkstücke heranwagen.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter der Telefonnr. 122 4194.

Das Telefon ist geschaltet Freitag, den 01.02.2019 von 14:30 – 16:30 und am Samstag, den 02.02.2019 von 10:30 – 16:30 Uhr. Zu anderen Zeiten werden keine Termine vergeben. Die Anmeldungen gelten nur für Sonntag, den 03.02.2019.                                                                                                                                 

Zuschauen ist auch ohne Anmeldung immer möglich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SO | 03.02.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Sonderführung "Archäologische Spurensuche im Waldhusener Forst"
mit Dr. Holger Kähning
Sonderführung "Archäologische Spurensuche im Waldhusener Forst"
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Historische Landschaften und Orte bilden einen Bezugspunkt für die gemeinsame geschichtliche Erinnerung einer Gesellschaft, ohne die ein verständnisvolles Zusammenleben in der Gegenwart nicht möglich ist.
Nicht mehr erkennbare Handlungsorte und Objekte der allerjüngsten Geschichte, wie hier in Waldhusen, werden im zunehmenden Maße auch in Deutschland im Rahmen gezielter archäologischer Forschungsprojekte untersucht und zugänglich gemacht, da sie in besonderem Maße von der endgültigen Vernichtung bedroht sind.

Orte wie diese, bilden für die „Wissenschaft des Spatens“ ein eigenes Archiv der Geschichte, das oft zu ergänzenden oder auch widerlegenden Aussagen z. B. der schriftlichen Überlieferungen führt. Bei der Archäologie der Neuzeit, die in den angelsächsischen Ländern als „Historical Archaeology“ bekannt ist, handelt es sich erkennbar um eine interdisziplinäre Wissenschaft, die in einem engen Bezug zu den historischen Überlieferungen der Geschichtswissenschaft steht.

Freuen Sie sich auf eine gemeinsame Begehung des Geländes des früheren Pöppendorfer Lagers, dessen Spuren oberflächlich kaum noch zu erkennen sind und das in wenigen Jahren endgültig zu einem „Bodendenkmal“ im S. der Archäologie geworden sein wird.

Treffpunkt: Beginn des Weges zum ehemaligen Bahnhof Kücknitz,  gleich hinter den Schienen

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
Abweichender Ort:
Treffpunkt: ehemaliger Bahnhof Kücknitz, gleich hinter den Schienen
SO | 10.02.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
VERTRIEBEN - VERLOREN - VERTEILT. Drehscheibe Pöppendorf 1945-1951
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
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Das Pöppendorfer Lager

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und dem Dorf Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Millionen Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen Armee eingerichtet hatten.

Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein. Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht.

Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt.

Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
MI | 13.02.2019 | 18:00 - 20:00 Uhr
Sonstiges
Ein Nachmittag voller Erinnerungen
"Klönschnack" zum Lageralltag
Ein Nachmittag voller Erinnerungen
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Zeitzeugen tauschen ihre Erinnerungen aus und geben ihre Erlebnisse und Erfahrungen an Interessierte weiter.

Dieser Nachmittag richtet sich an alle Menschen, die aus eigenem Erleben aus dem oder vom Pöppendorfer Lager berichten können oder Erlebnisse von ihren Eltern oder Verwandten geschildert bekommen haben. Der Nachmittag richtet sich aber auch an die Menschen, die über die Lebenssituation von Betroffenen im Pöppendorfer Lager mehr erfahren möchten.

Wir möchten Sie gerne an diesem Nachmittag mit „Kaffee und Kuchen“ verwöhnen.

Eine Anmeldung ist dringend erforderlich.

Helga Martens, Tel. 0451 74894 oder Mail:  helga.martens@travedsl.de


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. 

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €

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