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»VERTRIEBEN – VERLOREN – VERTEILT«
SO | 13.01.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
VERTRIEBEN - VERLOREN - VERTEILT. Drehscheibe Pöppendorf 1945-1951
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
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Das Pöppendorfer Lager

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und dem Dorf Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Millionen Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen Armee eingerichtet hatten.

Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein. Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht.

Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt.

Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.


Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.


Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
DO | 17.01.2019 | 18:00 - 20:00 Uhr
Vortrag
Die Vertreibungslager in Stettin
mit Lea Märtens, Historikerin
Die Vertreibungslager in Stettin
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"Pöppendorf war mit meist nur ein bis drei Tagen Aufenthalt eine Zwischenstation auf dem Weg der Vertriebenen und Flüchtlinge. Auch Stettin hatte als Hafenstadt mit Zugverbindungen gen Westen eine große Bedeutung, gerade mit dem Einsetzen der sog. organisierten Vertreibungen.

Von den dortigen Durchgangslagern und den Umständen, denen die Menschen ausgesetzt waren, veranschaulicht durch Zeitzeugenberichte handelt dieser Vortrag von Lea Märtens, Historikerin und Mitgestalterin der Ausstellung."


Anmeldungen sind nicht erforderlich

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SO | 20.01.2019 | 14:00 - 16:00 Uhr
Workshop
"Mit Sack und Pack"
Angebote für Kinder und deren Eltern/ Großeltern
"Mit Sack und Pack"
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Viele Dinge liegen bereit, die für Kinder und Erwachsene wichtig sind. Schnell musste damals das Notwendigste zusammengerafft werden. Es musste in Rucksäcke passen und es durfte nicht zu schwer sein. Für jede Person stand nur ein Rucksack zur Verfügung, Rucksäcke für Kinder aus Grubenhandtüchern und Rucksäcke für Erwachsene vielfach aus Kartoffelsäcken. 

Die Rucksäcke werden vor Ort genäht, im Schnellverfahren, ganz einfach, dennoch stabil. Dann wollen wir aus den vielen bereitliegenden Gegenständen das einpacken, was wichtig ist, was mitgenommen werden kann und muss. Die Rucksäcke können zum Schluss mit nach Hause genommen werden.

Anmeldungen erforderlich bei Helga Martens
Tel. 0451 74894 (AB) oder Helga.martens@travedsl.de 

1 Erwachsener und Kinder 13 Euro

2 Erwachsene und Kinder 20 Euro

SO | 03.02.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Sonderführung "Archäologische Spurensuche im Waldhusener Forst"
mit Dr. Holger Kähning
Sonderführung "Archäologische Spurensuche im Waldhusener Forst"
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Historische Landschaften und Orte bilden einen Bezugspunkt für die gemeinsame geschichtliche Erinnerung einer Gesellschaft, ohne die ein verständnisvolles Zusammenleben in der Gegenwart nicht möglich ist.
Nicht mehr erkennbare Handlungsorte und Objekte der allerjüngsten Geschichte, wie hier in Waldhusen, werden im zunehmenden Maße auch in Deutschland im Rahmen gezielter archäologischer Forschungsprojekte untersucht und zugänglich gemacht, da sie in besonderem Maße von der endgültigen Vernichtung bedroht sind.

Orte wie diese, bilden für die „Wissenschaft des Spatens“ ein eigenes Archiv der Geschichte, das oft zu ergänzenden oder auch widerlegenden Aussagen z. B. der schriftlichen Überlieferungen führt. Bei der Archäologie der Neuzeit, die in den angelsächsischen Ländern als „Historical Archaeology“ bekannt ist, handelt es sich erkennbar um eine interdisziplinäre Wissenschaft, die in einem engen Bezug zu den historischen Überlieferungen der Geschichtswissenschaft steht.

Freuen Sie sich auf eine gemeinsame Begehung des Geländes des früheren Pöppendorfer Lagers, dessen Spuren oberflächlich kaum noch zu erkennen sind und das in wenigen Jahren endgültig zu einem „Bodendenkmal“ im S. der Archäologie geworden sein wird.

Treffpunkt: Beginn des Weges zum ehemaligen Bahnhof Kücknitz,  gleich hinter den Schienen

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
Abweichender Ort:
Treffpunkt: ehemaliger Bahnhof Kücknitz, gleich hinter den Schienen
SO | 10.02.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
VERTRIEBEN - VERLOREN - VERTEILT. Drehscheibe Pöppendorf 1945-1951
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
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Das Pöppendorfer Lager

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und dem Dorf Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Millionen Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen Armee eingerichtet hatten.

Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein. Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht.

Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt.

Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €

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