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»VERTRIEBEN – VERLOREN – VERTEILT«
SO | 10.03.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
VERTRIEBEN - VERLOREN - VERTEILT. Drehscheibe Pöppendorf 1945-1951
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
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Das Pöppendorfer Lager

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und dem Dorf Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Millionen Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen Armee eingerichtet hatten.

Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein. Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht.

Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt.

Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.



Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SO | 17.03.2019 | 14:00 - 16:00 Uhr
Workshop
"Mit Sack und Pack"
Angebote für Kinder und deren Eltern/ Großeltern
"Mit Sack und Pack"
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Viele Dinge liegen bereit, die für Kinder und Erwachsene wichtig sind. Schnell musste damals das Notwendigste zusammengerafft werden. Es musste in Rucksäcke passen und es durfte nicht zu schwer sein. Für jede Person stand nur ein Rucksack zur Verfügung, Rucksäcke für Kinder aus Grubenhandtüchern und Rucksäcke für Erwachsene vielfach aus Kartoffelsäcken. 

Die Rucksäcke werden vor Ort genäht, im Schnellverfahren, ganz einfach, dennoch stabil. Dann wollen wir aus den vielen bereitliegenden Gegenständen das einpacken, was wichtig ist, was mitgenommen werden kann und muss. Die Rucksäcke können zum Schluss mit nach Hause genommen werden.

Anmeldungen erforderlich bei Helga Martens
Tel. 0451 74894 (AB) oder Helga.martens@travedsl.de 

1 Erwachsener und Kinder 13 Euro

2 Erwachsene und Kinder 20 Euro

SA | 23.03.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
VERTRIEBEN - VERLOREN - VERTEILT. Drehscheibe Pöppendorf 1945-1951
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
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Das Pöppendorfer Lager

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und dem Dorf Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Millionen Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen Armee eingerichtet hatten.

Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein. Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht.

Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt.

Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SA | 30.03.2019 | 16:00 - 18:00 Uhr
Lesung
"Wie soll es weitergehen...?" TERMIN VERSCHOBEN AUF 27.04.2019
Aus Zeitzeugenerinnerungen und Fluchtberichten mit Heidi Züger, Schauspielerin aus Lübeck
"Wie soll es weitergehen...?"  TERMIN VERSCHOBEN AUF 27.04.2019
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- Diese Veranstaltung musste leider verschoben werden. Neuer Veranstaltungstermin ist Samstag der 27.04.2019 um 16 Uhr. -


Die vielen Menschen, die im Pöppendorfer Lager schließlich angekommen waren, schreckliche Erfahrungen gemacht haben. Kinder haben die Situationen vielfach anders erlebt als die Erwachsenen. Viele habe ihre ganz persönlichen Erlebnisse, von grauenvoll bis anmutend, anderen erzählt oder niedergeschrieben. Aus diesen persönlichen Schilderungen liest die Lübecker Schauspielerin Heidi Züger. 


Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
SO | 31.03.2019 | 11:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Sonderführung "Exkursion zum Pöppendorfer Lager"
mit dem Revierförster a.D. Hans-Rathje Reimers
Sonderführung "Exkursion zum Pöppendorfer Lager"
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Die Führung umfasst einen Spaziergang über alle organisatorischen Teile des Lagers vom Bahnhof bis zu den Kfz-Werkstätten und natürlich auch über die eigentliche Lagerfläche.

Vor Ort wird an jedem Objekt das Thema mit Erläuterungen und Fotomaterial vertieft. 

Wer alte Dokumente zum Lager besitzt, solle diese mitbringen, das Einbringen vom eigenem Erleben und Fragen sind ausdrücklich erwünscht. 

Treffpunkt ist der erste Parkplatz nahe der Försterei, auf der linken Seite von Kücknitz aus.

Die Führung beginnt am ehemaligen Bahnhof Kücknitz. Zwei Stunden werden schon mit der Führung vergehen.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Preis: Erwachsene: 7 / Kinder & Jugendliche 6-15 Jahre: 2 / 16-18 Jahre: 5 €
Abweichender Ort:
Treffpunkt: öffentlicher Parkplatz in der Nähe der Försterei

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